Kaum ist die Weihnachtsdeko weggeräumt wird die Wohnung bunt und farbenfroh: Es ist Fasching! Besonders Kinder lieben diese bunte, ausgelassene Zeit und auch das Verkleiden macht einfach Spaß.

Aber warum gibt es auch in vielen ergotherapeutischen Praxen Verkleidungskisten?

Verkleiden fördert sehr vieles:

Räumliche Vorstellungsvermögen

Beim An- und Ausziehen muss ich wissen wo oben, unten, links, rechts… ist, damit es klappt. Das Gewand muss richtig gehalten, vor dem Anziehen müssen evtl. noch Ärmel gerichtet werden. All das sind wichtige Lernmomente für die Raumwahrnehmung, was wiederum später für das Lernen der Mathematik wichtig ist.

Körperwahrnehmung

Probiert ein Kind verschiedene Kostüme an, spürt es am Körper verschiedene Materialien. Manches ist weich, warm, anderes vielleicht kratzig, eng, hart,… Es kommen verschiedene Inputs beim Kind an. Toll ist es, wenn dann auch noch Perücken oder Hüte bereit gestellt werden. Dann spürt das Kind: da ist mein Kopf, da hört mein Körper auf.

Aber auch alleine das An- und Ausziehen fördert die Körperwahrnehmung: Das Kind muss wissen wie es den eigenen Körper bewegen soll, wo der Arm, Kopf, oder das Bein durchschlüpfen soll. Das Gleichgewicht muss gehalten werden. All das sind wertvolle Entwicklungsmomente.

Sprachentwicklung und Fantasie

Kinder gehen oft richtig auf in ihrer Rolle. Der Astronaut fliegt in den Weltall, der Polizist regelt den Verkehr, die Prinzessin winkt den Menschen zu… Im anschließenden Spiel werden Kreativität und Sprache gefördert.

Selbstbewusstsein

Verkleidung gibt Kindern die Möglichkeit, neue Rollen zu übernehmen. So können sie ihre Persönlichkeit erkunden und ihre Fähigkeiten entfalten. Im Spiel ist alles möglich und das Kind wächst über sich hinaus. Kinder lernen, sich auszudrücken und ihre Vorstellungen kreativ umzusetzen.

Noch eine schöne Faschingszeit wünscht

Katharina